Wenn der Entschluss gefallen ist, in eine Immobilie zu investieren, ist die Finanzierung natürlich ein wesentlicher Faktor. Wie hoch sollen bzw. müssen die Eigenmittel sein, damit die Finanzierung der Anlegerwohnung Sinn macht?

Die vorhandenen Eigenmittel waren beim Kauf von Wohnungen oftmals ein Hindernis, wenn es um die Finanzierung ging. Das Klima für Kleinanleger ist heute erfreulicherweise wesentlich besser, anders als in der Vergangenheit sind bereits Finanzierungen ab 10000 Euro an Eigenkapital – abhängig von der Wohnungsgröße – möglich. Als Richtwert lässt sich festhalten, dass die Höhe der Anzahlung bereits ab 10 Prozent der Kaufsumme beginnt. Auch die Umsatzsteuerrückvergütung wird zusätzlich als Eigenkapital gewertet.

Finanzieren-aber richtig!

Deckt man also 10 Prozent der Gesamtkosten mit Eigenkapital ab, gilt es, sich um die anderen 90 Prozent Gedanken zu machen. In der aktuellen Phase mit einem historisch tiefen Zinsniveau, muss jeder Neo-Investor für sich entscheiden, ob er auf einen variablen oder fixen Zinssatz setzen möchte. Beides bietet unterschiedliche Vor- und Nachteile. Das Sicherheitsbedürfnis des Einzelnen ist individuell, deshalb ist es auch wichtig, sich in Ruhe alle Varianten durchzurechnen, bevor man sich entscheidet. Anleger mit hohem Sicherheitsbewusstsein tendieren eher zu Fixzinssätzen, die über den gesamten Zeitraum gleich bleiben. Variable Zinssätze haben den Vorteil, meist etwas niedriger zu sein, können aber jederzeit steigen. Generell lässt sich festhalten, dass die Option einer längeren Laufzeit gerne genutzt wird, um die monatliche Rate gering zu halten.

Was muss ich beachten?

Für die Finanzierung verlangen die Banken eine normale Bonität, denn auch die künftigen Mieteinnahmen zählen schließlich als zusätzliches Einkommen. Die Finanzierung ist mit jedem Bankpartner möglich, es ist nur eine Anpassung der Kreditabwicklung an eine Anlegerwohnung erforderlich.
Es empfiehlt sich, ein Abwicklungskonto einzurichten und sämtliche Geldflüsse der Anlegerwohnung dort zu verbuchen, um die Übersicht zu behalten. Das Abwicklungskonto dient in der Ankaufphase auch zur Überbrückungsfinanzierung der Umsatzsteuer.

Beitragsbild: canva.com

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