Mietpreisentwicklung Österreich 2013–2025 + Prognose 2026

Die Mietpreise in Österreich sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Während die Dynamik zwischenzeitlich schwankte, zeigt der langfristige Trend klar nach oben. Die aktuellen Daten von Statistik Austria zeigen auch für 2025 eine weitere Verteuerung – erstmals wurde dabei die Marke von 10 Euro pro Quadratmeter nachhaltig erreicht. Damit hat sich das höhere Mietniveau bis zum Jahresende 2025 klar etabliert.

Im Folgenden zeigen wir die Entwicklung der durchschnittlichen Mieten inklusive Betriebskosten von 2013 bis 2025 sowie die wichtigsten Trends am österreichischen Wohnungsmarkt.

Mietpreisentwicklung Österreich 2013–2020

Zwischen 2013 und 2020 stiegen die Mieten in Österreich moderat, aber kontinuierlich. Die durchschnittliche Bruttomiete inklusive Betriebskosten lag:

  • 2013 bei rund 7,0 Euro pro m²
  • 2015 bei rund 7,5 Euro pro m²
  • 2017 bei rund 8,0 Euro pro m²
  • 2019 bei rund 8,6 Euro pro m²
  • 2020 bei rund 8,8 Euro pro m²

In dieser Phase war die Entwicklung vor allem durch steigende Nachfrage in Ballungsräumen, niedrige Zinsen sowie zunehmende Baukosten geprägt. Die Mietsteigerungen verliefen jedoch noch vergleichsweise gleichmäßig.

Mietpreisentwicklung Österreich 2021–2023

Ab 2021 beschleunigte sich die Mietpreisentwicklung deutlich. Gründe dafür waren insbesondere:

  • steigende Baukosten
  • höhere Energiepreise
  • Inflationsanstieg
  • zunehmender Druck auf den Wohnungsmarkt
  • steigende Betriebskosten

Die durchschnittlichen Mieten entwickelten sich wie folgt:

  • 2021: rund 9,0 Euro pro m²
  • 2022: rund 9,3 Euro pro m²
  • 2023: rund 9,7 Euro pro m²

Vor allem die Betriebskosten sorgten in diesen Jahren für einen spürbaren Anstieg der Gesamtmieten.

Mietpreisentwicklung Österreich 2024

Auch 2024 setzte sich der Aufwärtstrend fort. Die durchschnittliche Miete inklusive Betriebskosten näherte sich weiter der 10-Euro-Marke. Je nach Quartal bewegte sich das Mietniveau rund um 9,8 bis knapp unter 10 Euro pro Quadratmeter.

Die Dynamik schwächte sich gegenüber 2022 und 2023 zwar etwas ab, dennoch blieb der strukturelle Aufwärtsdruck bestehen. Besonders steigende Betriebskosten sowie weiterhin hohe Nachfrage in urbanen Regionen beeinflussten die Entwicklung.

Mietpreisentwicklung Österreich 2013 - 2024

Die Abbildung zeigt die Mietpreisanstieg von 2013 – 2024

Mietpreisentwicklung Österreich 2025

Im Jahr 2025 wurde erstmals die Marke von 10 Euro pro Quadratmeter erreicht und im weiteren Jahresverlauf überschritten. Damit markiert 2025 einen neuen Referenzwert für das Mietniveau in Österreich. Laut Statistik Austria lag die durchschnittliche Miete inklusive Betriebskosten:

  • 1. Quartal 2025: etwa 10,0 Euro pro m²
  • 2. Quartal 2025: etwa 10,2 Euro pro m²
  • 3. Quartal 2025: etwa 10,2 Euro pro m²
  • 4. Quartal 2025: etwa 10,4 Euro pro m²

Damit stiegen die Mieten 2025 im Jahresverlauf moderat, aber kontinuierlich weiter an. Nach einer stärkeren Dynamik zu Jahresbeginn stabilisierte sich das Mietniveau im Sommer, bevor es zum Jahresende nochmals leicht anzog.

Auffällig ist zudem, dass der Anstieg 2025 stärker von den Betriebskosten als von den Nettomieten beeinflusst wurde. Energie, Instandhaltung und allgemeine Preissteigerungen wirkten weiterhin preistreibend.

Entwicklung der Mieten 2013–2025 im Überblick

Die langfristige Entwicklung zeigt einen klaren Aufwärtstrend:

  • 2013: ca. 7,0 € / m²
  • 2015: ca. 7,5 € / m²
  • 2017: ca. 8,0 € / m²
  • 2019: ca. 8,6 € / m²
  • 2020: ca. 8,8 € / m²
  • 2021: ca. 9,0 € / m²
  • 2022: ca. 9,3 € / m²
  • 2023: ca. 9,7 € / m²
  • 2024: ca. 9,8–9,9 € / m²
  • 2025: ca. 10,0–10,4 € / m²

Damit sind die durchschnittlichen Mieten seit 2013 um rund 45 % gestiegen.

Quelle: Statistik Austria

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Warum steigen die Mieten in Österreich?

Mehrere strukturelle Faktoren treiben die Mietpreise langfristig nach oben:

Hohe Baukosten
Steigende Materialpreise und strengere Bauvorschriften verteuern Neubauten und reduzieren das Angebot.

Bevölkerungswachstum in Städten
Vor allem Wien, Graz, Linz und Salzburg verzeichnen eine anhaltend hohe Nachfrage nach Wohnraum.

Steigende Betriebskosten
Energie, Wartung und Verwaltung erhöhen die Gesamtmieten zunehmend.

Weniger Eigentumserwerb
Hohe Zinsen und strengere Kreditvergaben führen dazu, dass mehr Haushalte im Mietmarkt bleiben.

Begrenztes Wohnungsangebot
Neubauprojekte werden langsamer umgesetzt, während die Nachfrage hoch bleibt.

Prognose: Wie entwickeln sich die Mieten weiter?

Nach der Entwicklung bis 2025 erwarten viele Marktbeobachter auch für die kommenden Jahre keine deutliche Entspannung am österreichischen Mietmarkt. Zwar könnten regulatorische Maßnahmen die Dynamik bremsen, jedoch bleiben die grundlegenden Treiber bestehen:

  • weiterhin hohe Baukosten
  • steigende Nachfrage nach Mietwohnungen
  • begrenzte Neubautätigkeit
  • steigende Betriebskosten
  • Inflation

Daher ist mittelfristig von weiter steigenden, jedoch moderater wachsenden Mieten auszugehen.

Fazit: Mietpreise erreichen neue Dimension

Die Mietpreisentwicklung von 2013 bis 2025 zeigt einen klaren langfristigen Aufwärtstrend. Während die Mieten zu Beginn des Zeitraums noch bei rund 7 Euro pro Quadratmeter lagen, wurde 2025 erstmals die Schwelle von 10 Euro überschritten.

Nach starken Anstiegen in den Jahren 2021 bis 2023 verlief die Entwicklung zuletzt etwas moderater, dennoch bleibt der Druck auf dem österreichischen Mietmarkt bestehen. Für Mieter bedeutet dies weiterhin steigende Wohnkosten, während Immobilien als Anlageklasse von stabiler Nachfrage profitieren.

Die Daten von Statistik Austria bestätigen damit: Der österreichische Mietmarkt blieb auch 2025 ein Markt mit kontinuierlich steigenden Preisen — wenn auch mit etwas geringerer Dynamik als in den Vorjahren.

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Ausblick 2026: Moderate Mietsteigerungen erwartet

Für das Jahr 2026 liegen derzeit noch keine offiziellen Jahresdaten vor. Auf Basis der Entwicklung bis 2025 lässt sich jedoch eine vorsichtige Fortschreibung ableiten. In den vergangenen Jahren bewegte sich die jährliche Mietsteigerung meist im Bereich von rund 2 bis 5 Prozent.

Setzt sich dieser Trend fort, könnte das durchschnittliche Mietniveau 2026 moderat weiter steigen. Ausgehend vom Niveau von rund 10,4 Euro pro Quadratmeter Ende 2025 würde sich damit rechnerisch ein Bereich von etwa 10,5 bis 10,8 Euro pro Quadratmeter ergeben.

Diese Einschätzung stellt keine offizielle Prognose dar, sondern eine Fortschreibung der bisherigen Entwicklung. Eine deutliche Entspannung am österreichischen Mietmarkt ist kurzfristig jedoch weiterhin nicht absehbar, da Nachfrage, Baukosten und Betriebskosten weiterhin auf erhöhtem Niveau liegen.

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Knappes Wohnungsangebot stützt weiterhin den Mietmarkt

wohnungsnot

Die Situation am österreichischen Wohnungsmarkt bleibt angespannt. Während die Nachfrage nach Mietwohnungen weiterhin hoch ist, geht das Angebot an neuen Wohnungen in vielen Regionen zurück. Besonders die rückläufige Neubautätigkeit trägt dazu bei, dass sich der Angebotsdruck am Mietmarkt weiter erhöht.

Zu den wichtigsten Gründen zählen unter anderem:

  • die schwächere Entwicklung in der Bauwirtschaft
  • steigende Bau- und Finanzierungskosten
  • umfangreiche Bauvorschriften und längere Genehmigungsverfahren
  • strengere Finanzierungsauflagen für Projektentwickler und Investoren

Diese Faktoren haben die Fertigstellung neuer Mietwohnungen in den vergangenen Jahren deutlich gebremst. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach Wohnraum konstant hoch, insbesondere in Ballungsräumen und wachsenden Städten.

Besonders in Städten wie Wien, Graz oder Salzburg zeigt sich weiterhin eine angespannte Marktsituation. Das begrenzte Angebot bei gleichzeitig stabiler Nachfrage wirkt unterstützend auf das Mietniveau und spricht auch in den kommenden Jahren für moderate Mietsteigerungen.

Für Investoren bedeutet diese Entwicklung weiterhin stabile Rahmenbedingungen. Der Wohnungsmarkt in Österreich bleibt von einer strukturell hohen Nachfrage geprägt, während das Angebot nur langsam wächst. Dadurch können Wohnimmobilien langfristig stabile Mieteinnahmen und solide Renditeperspektiven bieten.